Sanitz


Sanitz wird erstmals 1248 erwähnt und acht Jahre später als Kirchdorf benannt. In älteren Urkunden wird es Saynitz, Sagnitz, Zagnice und Zaghentze geschrieben. Es ist der Ort des Zajec, des Hasen. Nach der ältesten Eigentumsurkunde von 1310 übereignete König Erich von Dänemark das Dorf Sanitz einem Rostocker Bürger. Doch wechselten die Besitzverhältnisse noch oft. 200 Jahre war das Dorf im Besitz des Doberaner Klosters.

1552 wurde das Grundeigentum der Kirche zum Eigentum des Herzogs zu Mecklenburg. Wie der bronzenen Ortschronik hinter der Ladenpassage zu entnehmen ist, wurde 1581 in Rostock eine Sanitzer Bürgerin als Hexe angeklagt.

Die Wirren des Dreißigjährigen Krieges (1618 - 1648) hinterließen auch in Sanitz grausame Spuren. Von erstmals 14 Bauernstellen und einer Schmiede blieben nur noch sechs Gehöfte übrig. Ein Gehöft, in Groß Wehnendorf, existiert noch heute.

Wenig bekannt ist die Tatsache, dass der Komponist Friedrich von Flotow 1813 in Teutendorf geboren wurde. Bekannter ist seine Oper „Martha".

Nach dem zweiten Weltkrieg kamen über 1000 Flüchtlinge nach Sanitz. Das Waisenhaus, auf dem Pfarrhof gelegen, betreute 30 Kinder. Es wurde 1959 geschlossen. Nach der Bodenreform gab es 65 Neubauernstellen. 1959 wurde die erste PGH gegründet. Die nationale Volksarmee installierte in den 60er Jahren eine Flugabwehrbrigade; die Bundeswehr kam 1990 in den Ort.

Sanitz hat in den letzten Jahren an Ausstrahlung gewonnen. Einst kamen viele Rostocker nach Sanitz, weil hier Handwerk und Gewerbe ihre begehrten Dienste anboten. Die neue Ladenpassage an der Hauptstraße würde auch jeder kleinen Stadt zu Ehre gereichen.

Das Gebäude des Restaurant "Mecklenburg" hat Tradition. Hier war ab 1649 eine Station, wo die Post die Pferde wechselte. Später wurde neben der Gaststätte ein Bauernhof und ein Kaufmannsladen mit Tankstelle bewirtschaftet. 1959 übernahm die Konsum-Genossenshaft Rostock-Land die Gaststätte. Bis zur Wende hieß es "Centra".

Ab dem 1. Februar 1990 war der Betrieb wieder in Familienbesitz (privater Hand). Nach Beendigung des Umbaus 1990/91 gaben wir unserem Hause den Namen

 

Restaurant Mecklenburg